Die Geschichte vom Schützenverein St. Marien

In der Zeit von 1972 bis 1974 führten verschiedene Vorkommnisse im Allgemeinen Bürgerschützenverein Hervest Dorsten e.V. zu erheblichem Unmut und zur Unzufriedenheit einer größeren Anzahl von Schützen der 3. Kompanie.

 

1975 kam es wohl auch aus Anlass der Gesamtheit der Vorkommnisse und Querelen im Schützenverein zu einer außerordentlichen Versammlung der Schützen der 3. Kompanie in der Gaststätte Lunemann. Für viele der Anwesenden führten die Gespräche über das Geschehene zu keinem für sie akzeptablen Ergebnis. Mehrere Schützen verliessen den Versammlungsraum.

 

Im kleinen Vereinszimmer der Gaststätte Lunemann – heute Lunemann´s Wirtshaus – riefen dann 23 ehemalige Schützen des Schützenvereins Hervest Dorsten am 22. Juni 1975 den

 

Schützenverein “St. Marien“ Dorsten e.V. 

 

Ins Leben. Eine vorläufige Satzung wurde am gleichen Tage angenommen.

Aktennotiz der Gründung am 22.06.1975

Insbesondere die Gründungsmitglieder haben unseren Verein durch beispielhafte Leistungen geprägt. Einige von ihnen stehen den “Marienschützen“ auch heute noch mit Rat und Tat zur Seite.

 

Viele Dorstener Schützenvereine standen dem neu gegründeten Verein zunächst skeptisch gegenüber. Vom ersten Tag an unterstützten die Holsterhausen 53er unseren Verein in jeglicher Hinsicht. Aus dieser Unterstützung endstand auch die Verbrüderung.

 

Unmittelbar nach Gründung des Vereins erfüllten die Verantwortlichen den Schützenverein durch verschiedene Aktivitäten mit Leben. Das erste Fest unseres Vereins war das Sommerfest auf dem Bauernhof Krampe am 30. August 1975. Dieses Sommerfest ist bis heute fester Bestandteil unseres Vereinslebens. Eine kleine Tradition.

 

Allmählich legte sich der Unmut über die Neugründung unseres Vereins. Während einer Mitgliederversammlung im Oktober 1975 befürwortete auch die 3. Kompanie des allgemeinen Bürgerschützenvereins Hervest Dorsten eine gute Nachbarschaft zu den Marienschützen.

 

Einen auch für Dorsten ungewöhnlichen Wettkampf führte der rege Vereinsvorstand im November 1975 durch. Ein Preisknobeln über drei Tage in den Gaststätten “zum blauen See“ und “zum Jägerheim“ sollte das gegenseitige Kennenlernen, den Gemeinschaftssinn und die Geselligkeit im Kreis der Schützen fördern. Das Preisknobeln erfüllte seinen Zweck und sorgte außerdem für einen soliden Beitrag in die Schützenkasse. Auch in den folgenden Jahren wurden im oben angeführtem Sinne immer wieder und unter guter Beteiligung der Mitglieder Preisknobeln veranstaltet.

 

 

Die Dorstener Künstlerin Schwester Paula `Tisa Gräfin von der Schulenburg` konnte dazu gewonnen werden das Vereinsemblem und die Bataillionsfahne zu entwerfen. Schwester Paula war auch maßgeblich an der Gestaltung unseres Ehrenmahls auf dem Marienfriedhof beteiligt.

 


Ein erster Höhepunkt der Vereinsgeschichte war der 04. September 1976. Das auf dem Marienfriedhof mit viel Engagement errichtete Ehrenmahl wurde geweiht. Die Fahnenweihe fand auf dem Hof Krampe statt. Hierbei trat das Offizierskorps mit neuen Uniformen an. Entgegen der Farbe der Uniform vieler Dorstener Schützenvereine wurde hierfür ein grauer Stoff gewählt. An den Festball im vereinseigenem Zelt auf dem Hof Krampe erinnern sich nicht nur auswärtige Schützen heute noch gern.

 

“Das Fest, das ich in allen Phasen mitgemacht habe, war eine einmalige Darbietung freundschaftlicher Verbundenheit, getragen von einer Mitgliedschaft, die in über 1000 freiwilligen Arbeitsstunden zu großen persönlichen Opfern bereit gewesen ist. Das Ehrenmahl ist von bleibendem, hohen künstlerischem Wert.“

Zitat aus dem Leserbrief von Dr. Dr. Josef Wiethoff vom 07. September 1976

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vereinsemblem von 1976

Entworfen von der Dorstener Künstlerin Schwester Paula `Tisa Gräfin von der Schulenburg`


Bataillonsfahne St. Marien Vorderseite            und Rückseite

Vom 01. – 03. Juli 1977 wurde dann das erste Schützenfest auf der heute von unserem Schützenbruder Hans Rasche angepachteten Festwiese am blauen See gefeiert. Nach dem 216 Schuss fiel der Vogel und Ferdi Dorenkamp war erster Schützenkönig von St. Marien. Zur Königin wählte er sich Gerti Watta. Die Würde des Biervogelkönigs sicherte sich Caspar Dinkel. Zeitungsberichten zufolge hatte unser Schützenverein seine Bewährungsprobe glänzend bestanden. Die sehr rege Beteiligung aus dem Kreis der Dorstener Schützenvereine zum ersten Krönungsball ist besonders erwähnenswert. Hieraus entwickelten sich ausgezeichnete Kontakte die auch heute noch Bestand haben. Schon bei diesem Schützenfest brach unser Verein mit einer alten Schützentradition. Das Schützenfest fand von Freitag bis Sonntag statt. Aus heutiger Sicht haben die damals Verantwortlichen des Vereins mit ihrer weitsichtigen Entscheidung schon der sich verändernden Zeitgestaltung der Schützen außerhalb des Berufslebens Rechnung getragen. Die Wahl der Festtage hat sich bewährt. Seit 1977 feiern wir unser Schützenfest so am Freitag Samstag und Sonntag.




Unser Königspaar

König Manuel I.

Kabbe

mit seiner

Königin Annette II. Krampe


Sich selbst nur Freude machen,

macht keine Freude.

Freude macht nur Freude,

wenn sie geteilt wird.


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